In unserem Gartenlexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe aus unserem Alltag, dem Garten sowie dem Leben in Ihrem Garten. Unser Gartenlexikon wird ständig erweitert – gern beantworten wir auch Ihre Fragen.

Entspitzen (auch Pinzieren)

Darunter versteht man das Entfernen einer oder mehrerer Triebspitzen einer Pflanze. Es wachsen mehr Seitentriebe und dadurch erreicht man ein buschigere Wuchsform.

Erddruck

Gemeint ist die Kraft, die beispielsweise das Erdreich auf eine Natursteinmauer, eine Stützmauer oder eine Spundwand ausübt. Er muss bei der Errichtung ihrer Mauern, aber auch bei Fundamenten beachtet werden.

Erdraupen

Bodenbewohnende Raupen verschiedener Eulenfalterarten, von denen einige gelegentlich als Schädlinge auftreten können. In unseren Gärten treten vor allem die Raupen der Saateule (Agrotis segetum) und der Ypsiloneule (Agrotis ipsilon) schädlich in Erscheinung.

Fingerprobe

In der Materialuntersuchung weit verbreitete Methode der Materialuntersuchung, bei der der Gartenboden mittels des Tastsinns, Temperatursinns oder der Schmerzwahrnehmung untersucht wird.

Flachwurzler

Haben ein breit ausgeprägtes Wurzelsystem. Dieses Wurzelsystem entwickelt sich ausschließlich in den oberen Bodenschichten. Beispiele sind Fichten, Haselnuss, Liguster.

Freischneider

Der Freischneider nimmt verschiedene Schneidewerkzeuge auf und ist damit nicht nur für Gras, sondern auch für Strauchwerk gut geeignet. Das Gerät können wir durch seine Bauform auch an Stellen einsetzen, die wir mit dem Rasenmäher nicht gut erreichen.

Frostgare

(auch Winterscholle) Durch Frosteinwirkung entstehen Eiskristalle in feinkörnigen Böden - eine wichtige Ursache für die Entwässerung des umgebenden Bodens.

Frostsprengung

durch wiederholtes Wachsen und Schmelzen von Eiskristallen in Poren und Spalten wird das Gestein "gesprengt", d.h. es hält dem Druck durch Ausdehnung und Zusammenziehen des Wassers nicht stand.

Fruchtfolge

Die Reihenfolge der in ihrem Garten im Ablauf der Vegetationsperiode und der Jahre angebauten Nutzpflanzenarten.

Frühbeet

Ein Frühbeet ist eine flache, meist mit Glas bedeckte Kulturfläche. Mit einem Frühbeet können Sie Jungpflanzen vorziehen bzw. können Sie auch die Zeit, die den Pflanzen zur Verfügung steht, verlängern.

Gartendenkmalpflege

Die Gartendenkmalpflege umfasst die Beratung, Sanierung und Pflege besonderer Gartendenkmäler. Das können pflanzliche Elemente (einzelne Bäume) aber auch z.B. Stein- oder Bronzestatuen sein.

Gründüngung

Die Gründüngung unterstützt die Humusbildung in Ihrem Gartenboden. Gleichzeitig wirkt die Gründüngung auch der Bodenerosion und damit dem Auswaschen von Pflanzennährstoffen entgegen. Dabei werden grünen Pflanzen oder angewelktes Pflanzenmaterial (Ernterückstände, Stroh) in ihren Gartenboden eingearbeitet.

Habitat

Bezeichnet den Wohn- oder Lebensraum eines Tieres oder gesamter Lebensgemeinschaften. Habitate bezeichnen dabei in den seltensten Fällen nur einen Ort, Tiere aber auch Menschen besitzen zumeist mehrere Habitate.

Hippe

(auch Heppe, Knipp, Säsle oder Rebmesser) ist ein spezielles Werkzeug, dass Sie je nach Größe und Ausführung zu unterschiedlichen Arbeiten in Ihrem Garten verwenden können.

Hochbeet

Hochbeete sind eine sehr schöne Form eines Beetes, die Abwechslung in Ihren Garten bringt. Mit Hochbeeten können Sie sehr schöne optische Effekte erzeugen.

Honigtau

Der Honigtau ist ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt der Blattläuse (Aphidina), Schildläuse (Coccina), Blattflöhe (Psyllina), Mottenschildläuse (Aleyrodina) sowie verschiedener Zikaden (Auchenorrhyncha) – dieses Ausscheidungsprodukt wird, wenn er nicht von Insekten abgeerntet wird, rasch von Rußtaupilzen besiedelt. Diese Pilze schädigen Ihre Gartenpflanze nicht direkt, können aber die Photosynthese (und damit das Wachstum) behindern.

Humus

Humus bezeichnet in der Bodenkunde die Gesamtheit der toten organischen Substanz eines Bodens. Dabei besteht Humus aus einer Vielzahl komplexer Verbindungen, die nach dem Absterben organisches Material freisetzen und sowohl spontan als auch enzymatisch durch Bodenorganismen chemisch umgewandelt werden. (vgl. auch Wikipedia)

Kartoffelkäfer

Die Kartoffelkäfer ernähren sich von Teilen der Kartoffelpflanze (aber auch andere Nachtschattengewächse) – der Kartoffelkäfer und seine Larven können innerhalb einer kurzen Zeit ganze Felder kahl fressen und damit enormen Schaden verursachen.

Kernholz

Das Kernholz bezeichnet den inneren (zentralen) Bereich eines Baumstammes. Es ist fester als die Außenbereiche und an der dunkleren Färbung zu erkennen. Es gilt als witterungsbeständiger und damit langlebiger und eignet sich deshalb besonders gut zur Verwendung in Ihrem Garten.

Knöllchenbakterien

Das sind häufige und verbreitete Bodenbakterien. Sie sind unter bestimmten Voraussetzungen in der Lage, in die Wurzel einzudringen und diese zu infizieren. Die Infektion beginnt immer an bestimmten Wurzelzellen, den so genannten Wurzelhaaren. Im Ergebnis entsteht eine Symbiose mit der befallenen Pflanze. Die Bedeutung liegt darin das Pflanzen, die auf dieser Weise auf weniger wertvollen Böden wachsen, diesen Boden mit Stickstoff versorgen und damit ertragreicher machen.

Kohlhernie

Ist eine Pflanzenkrankheit, die die Wurzeln zahlreicher Pflanzen wie Kohl, Raps, Senf, Rettich aber auch einer Vielzahl von Zierpflanzen befallen kann. Sie bemerken die Krankheit durch „Verdickungen“ an den Wurzelballen. Diese Verdickungen beeinträchtigen (in der Folge zerstören) die Wurzelgefäße. Es kommt zu einer Störung der Nährstoff- und Wasserversorgung, das die Pflanze schwächt und absterben lässt.

Kompost oder Kompostierung

Bezeichnet die Zersetzung organischen Materials durch Luft und Kleinlebewesen. Ein Teil des Materials wird zu Humus umgewandelt.

Kräuselkrankheit

Die Kräuselkrankheit ist eine durch den Pilz Taphrina deformans verursachte Pflanzenkrankheit, die Ihre Pfirsichbäume befällt.

Landschaftsarchitektur

Die Landschaftsarchitektur bezeichnet die Planung und Umgestaltung von nicht bebautem Raum und Freiflächen. Ziel ist es ökologische und intakte Lebensumwelten zu schaffen.

Larve

Die Larve stellt in der Zoologie eine Zwischenform in der Entwicklung vom Ei zum Erwachsenenstadium dar.

Lästling

Gemeint sind Tiere, die sich gerne in der näheren Umgebung des Menschen aufhalten. Bei übermäßigem Auftreten werden Sie zu Schädlingen (z.B. Ameisen).

Lauchmotte

Ist ein Schmetterling und gilt in der Landwirtschaft als Schädling, da er in trockenen und heißen Sommern große Schäden an Zwiebelkulturen verursachen kann.

Lichtkrone

Die Lichtkrone meint den Bereich vom größten Kronendurchmesser bis zur Spitze eines Baumes. Dieser Bereich bekommt am meisten Sonnenlicht ab und trägt deshalb entscheidend zur Versorgung der Pflanze durch Photosynthese bei. Den Bereich darunter, also vom größten Kronendurchmesser zum Baumstamm bezeichnet man als Schattekrone.

Mehltau

Der Mehltau ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene durch Pilze verursachte Pflanzenkrankheiten, die in der Regel durch einen weißen Belag (Pilzrasen) auf Blattoberflächen in Erscheinung treten. Dabei wird zwischen Echten und Falschen Mehltauarten unterschieden.

Mischwald

Der Mischwald besteht aus verschiedenen Arten von Laubbäumen. Es ist vor allem ein deutscher Begriff, der die gelungene „Vermischung“ von verschiedenen Nadelbäumen und Laufbäumen meint. Mischkultur ist der ökologisch und ökonomisch begründete Aufwuchs mehrerer Nutzpflanzenarten auf dem gleichen Raum. Unser Ziel ist es, in richtiger Zusammensetzung die Nachteile einer Monokultur zu vermeiden und Ihren Garten so zu jeder Jahreszeit in ein Paradies zu verwandeln.

Monokulturen

(von griech.: monos „allein, nur“ und lat.: cultura „Landwirtschaft“) meint die Begrenzung in der Landwirtschaft auf den Anbau eines Produktes (bzw. einer Pflanze). Prominentestes Beispiel ist der Reis- und Kaffeeanbau.

Moose

Moose sind grüne Landpflanzen, die in der Regel kein Stütz- und Leitgewebe ausbilden. Mit Moosen lassen sich sehr schöne gärtnerische Effekte erzielen.

Mulch

Mulchen – gemeint ist das klein- oder großflächige Bedecken des Bodens mit unverrotteten organischen Materialien (Mulch).

Mykorrhiza

Als Mykorrhiza bezeichnet man eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen, in der ein Pilz mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt ist.

Nachsaat

In einen vorhandenen Pflanzenbestand bringen wir weiteres Saatgut ein. Häufig ist das bei Rasenflächen der Fall. Der Erfolg ist im Wesentlichen von der ausreichenden Wasserversorgung abhängig. Im Fachhandel gibt es besonders behandeltes Nachsaatgut zu kaufen, dessen Samenkörner von Dünger ummantelt sind und so über gute Startbedingungen verfügen.